Baran Ay in Madrid
Baran Ay absolviert zurzeit das duale Studium Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre (VBWL) bei der Stadt Wuppertal und war für ein einwöchiges Auslandspraktikum an der Deutschen Botschaft in Madrid.
Einsatzorte
Deutsche Botschaft Madrid | Visastelle und Personalbereich.
Der Schwerpunkt lag drei Tage lang in der Visastelle, wo es von der Ausweis- und Biometrieerfassung am Schalter direkt weiter in die rechtliche Vorprüfung und E-Akten-Bearbeitung im Backoffice ging. An den verbleibenden zwei Tagen standen in der Personalabteilung die Betreuung von entsandtem Personal und Ortskräften sowie die Ausbildungs- und Rotationskonzepte des Auswärtigen Amtes auf dem Programm.
Wissenswertes und Impulse
Bei der Hospitation fiel besonders das Zusammenspiel von Rechtsanwendung, strengen Sicherheitsstandards und kundenorientiertem Service am Schalter auf. Die Arbeitsabläufe in der Visastelle zeigten eindrucksvoll, wie durch eine klare Aufgabentrennung zwischen Schalterdienst und rechtlicher Hintergrundprüfung eine hohe Effizienz erreicht werden kann. Zudem stach die reibungslose Zusammenarbeit zwischen dem aus Deutschland entsandten Personal und den lokal eingestellten Ortskräften hervor, was als Vorbild für interkulturelle Teamentwicklung und Wissensmanagement in der Kommunalverwaltung dienen kann.
Querschnittsthemen
Personalentwicklung / Ausbildung
Beim Auswärtigen Amt gehört zum dualen Studium des gehobenen Dienstes ein mehrmonatiger Auslandseinsatz fest dazu. Für den Nachwuchs bedeutet das, frühzeitige Verantwortung in ganz unterschiedlichen Fachbereichen zu übernehmen – von Konsularfragen bis zur inneren Verwaltung. Extrem prägend für die tägliche Arbeit ist zudem das Zusammenspiel mit den lokalen Ortskräften, die als feste Stütze vor Ort für die sprachliche und kulturelle Anbindung sorgen.
Ökol. Nachhaltigkeit
Auch wenn durch die schrittweise Umstellung auf digitale Fachverfahren künftig vermehrt Papier eingespart wird, liegt das Hauptaugenmerk derzeit vor allem auf einem bewussten Ressourceneinsatz im Büroalltag. Abseits des Schreibtischs punktet die Stadt Madrid beim Thema Nachhaltigkeit besonders durch ihre Infrastruktur: Dank eines extrem dichten Metro- und Busnetzes lässt sich die gesamte Mobilität in der Stadt mühelos, günstig und umweltfreundlich ohne eigenes Auto bewältigen.
Inklusion und Vielfalt
Der Schalterdienst in einer Botschaft bringt täglich den Kontakt mit Menschen verschiedenster Nationalitäten und Sprachhintergründe mit sich. Das erfordert eine hohe Anpassungsfähigkeit, Geduld und Barrierefreiheit im Service. Respektvoller Umgang und zielgerichtete Lösungsfindung stehen dabei an erster Stelle.
Eine Idee für Wuppertal
Die Einführung eines digitalen Antrags- und Nachverfolgungssystems nach dem Vorbild des Auslandsportals könnte auch in Wuppertaler Fachbereichen wie dem Ausländer- oder Bürgeramt Abläufe transparent gestalten, Bearbeitungszeiten verkürzen und das Personal spürbar entlasten.
Was ich mitnehme
Die Tage an der Botschaft in Madrid waren eine extrem wertvolle Erfahrung für mein Studium und meinen weiteren Weg bei der Stadt Wuppertal. Der direkte Austausch mit den Teams vor Ort, die Einblicke in internationale Verwaltungsstrukturen und der tägliche Bürgerkontakt am Schalter haben mir viele neue Perspektiven eröffnet. Ich nehme jede Menge Motivation, frische Ideen und tolle Eindrücke aus Spanien mit zurück nach Wuppertal.